29.12.2010

Toronto - Tag 9

Der vorletzte Sonntag als letzter Schneetag in diesem Jahr liegt nun schon wieder so lange zurück, dass er im Rückblick gar nicht mehr so anstrengend war. Er startete wie bereits angekündigt um 13:00 Uhr mit der Tim-Burton-Ausstellung, vorher gab es aber noch ein letztes Frühstück im Rogers Centre, das aber niemand so nennt, weil es früher SkyDome hieß. Unter diesem Namen kennt es auch jeder Taxifahrer. Auf die Zielangabe Rogers Centre bekommt man schon mal ein "I don't know what you mean!". Das Frühstück gab es immer mit Blick auf das Spielfeld, nur am Sonntag war alles dunkel.

Zurück zur Tim-Burton-Austellung, die zwar klein (daher der begrenzte Eintritt), aber dennoch interessant war. Ich wußte z.B. gar nicht, dass auch die Mars Attacks-Figuren von ihm sind. Es gab viele Originalkostüme aus den bekannten Filmen zu sehen und einige frühe Skizzen aus seiner Vorstadtkindheit :)

Viel hatte Toronto an einem kalten Dezembersonntag nicht zu bieten. Die Shoppingcenter waren voll und als es irgendwann anfing zu schneien, auch der einzig warme Aufenthaltsort. Das Spannende ist aber The PATH, ein unterirdisches Tunnelsystem unter fast der ganzen Innenstadt. So kann man wetterunabhängig vom Hauptbahnhof Union Station bis in die Innenstadt kommen. Es gab sogar einen Abzweig zum CN-Tower und Rogers Centre.

Da der Flug erst 23:45 startete, war noch Zeit für einen Kinofilm. Aber: "Love and other drugs" (in Deutschland ab 13. Januar) lohnt sich nicht wirklich, alles ziemlich kaugummiartig langgezogen...

Mit dem WiFi-Airport-Bus ging's zu eben diesem, wo bis auf eine kleine Übergepäck-Diskussion (die aber zu meinen Gunsten ausging) auch nichts weiter Aufregendes passierte.

18.12.2010

Toronto - Tag 5 bis 8

Da ich gerade im Waschsalon sitze, kann ich euch wieder ein paar Updates schreiben...

Am letzten Mittwoch ging es nun nach Toronto. United hat wie Lufthansa auch kleinere Regionalfluglinien und mit so einer namens Shuttle America flog ich nach Toronto. United bietet die übrig gebliebenen vorderen Sitze hinter der First Class mit mehr Beinfreiheit beim Check-In zum Kauf an. Da das nur 19 Dollar kostete, hab ich mir das gegönnt. Und ich hatte Wiede Glück, das der Platz neben mir frei blieb. Im Flugzeug gab's zum Starbucks-Kaffee die schon gezeigten Mini Moo's.

Die Einreise nach Kanada war unkomplizierter und schneller als beim südlichen Nachbarn und so saß ich schnell im Bus zur Innenstadt. Im Hotel hörte ich den schönen Satz: "As a valued member I upgraded you to an Executive Suite.", d.h. ich hab nun jeweils ein separates Wohn- und Schlafzimmer. Internet wäre auch umsonst, ist aber leider nur kabelgebunden. Meine Zimmernummer endet schon wieder auf 7, mal gucken, ob sich daraus eine Serie entwickelt.

Am Donnerstag startete ich den Tag mit einem Besuch auf dem CN-Tower, dem früher einmal höchsten Fernsehturm der Welt. Von dort hat man einen fantastischen Blick über Toronto und über den Lake Ontario. Das Wetter war auch einigermaßen, es war etwas windig. Oben gibt es auch einen Beriech mit Glasfußboden, wo man lustige Fotos machen lassen kann - nichts für Leute mit Höhenangst. Danach bin ich ein wenig durch die Stadt gelaufen und war dann abends im Princess of Wales Theatre, wo Priscilla auf der Bühne präsentiert wurde.

Gestern nun lieh ich mir ein Auto und fuhr zu den Niagara-Fällen. Im Reiseführer wird man schon ob der kitschigen Jahrmarktsatmosphäre in den angrenzenden Straßen gewarnt. Da im Winter naturgemäß weniger Leute unterwegs sind, war es noch auszuhalten. Die Wasserfälle an sich sind etwas enttäuschend, was auch am ungemütlichen Wetter lag. Wer jedoch schon mal bei den Iguazu-Wasserfällen war, ist hier nicht mehr zu beeindrucken.

Nach dem gestrigen Ausflug in's Nachtleben von Toronto mußte ich heute erstmal ein wenig länger schlafen. Gerade war ich früstücken und jetzt warte ich darauf, dass die Wäsche getrocknet wird.

Morgen startet der Flug nach Santiago erst um 23:55 Uhr, ich hab also noch den ganzen Tag zur Verfügung. Derzeit läuft hier die Tim-Burton-Ausstellung, in die ich im März in New York aufgrund des hohen Andrangs nicht mehr reingekommen bin. Jetzt hab ich für morgen um 13:00 Uhr ein Ticket. Ansonsten starteten gerade ein paar Filme, die ich sehen will, die Zeit läßt sich also sinnvoll nutzen.

15.12.2010

Chicago - Tag 4

Gestern schien nun endlich die Sonne, aber die Temperaturen waren weiterhin in den "teens". Nach einem guten Frühstück bei Eggsperience unternahm ich eine kleine Fototour durch "The Loop". Über den Millenium-Park kam ich auch bis zum Lake Michigan, der aber hier eher unspektakulär ist. Im angrenzenden Park findet man die Buckingham Fountain, die aber nichts mit dem englischen Königshaus zu tun hat, sondern von Kate Buckingham in Erinnerung an ihren Bruder Clarence gespendet wurde. Bekannt ist der Springbrunnen aus der Titelsequenz von Al Bundy, auch wenn man das jetzt unter dem ganzen Schnee nicht so richtig erkennen konnte. Anschließend ging's zum obligatorischen Red Lobster-Besuch. Derzeit ist Surf&Turf-Event, was quasi Steak&Shrimps heißt.

Am Abend stand John Waters auf dem Programm, der ein bißchen über sein Weihnachten berichtete. Das Harris Theater war ausverkauft und sein Monolog war wirklich gut.

Heute nun geht es nach Toronto, wo ähnliche Temperaturen herrschen wie hier in Chicago ergänzt durch ein paar Schneeschauer.

14.12.2010

Chicago - Tag 1 bis 3

Nach etwas Aklimatisierung hier nun der erste Bericht von der Reise: Nach einer Nachtpackaktion hat auf dem Hinflug alles ohne Probleme funktioniert. Highlight war natürlich mein erster Transatlantik-Flug in der Swiss-Business Class. In einem A340 gibt es hinter der First noch ein Mini-Business-Abteil mit 12 Plätzen, von denen jedoch nur 9 belegt waren. Auch ich hatte Glück und mein Nebenplatz 5B blieb frei. Im Dezember ist St. Moritz die kulinarische Partnerregion bei Swiss und so durfte ich ein 3-Gänge-Menü des Gastkochs Mattias Roock vom dortigen Kempisnki geniessen. Zum Film gibt's wie auch in Economy ein leckeres Mövenpick-Eis, nur dass es vorn mit Waffel serviert wird.

Nach pünktlicher Ankunft in Chicago stand zunächst die Einreise an. Und hier geht schon mal eine Stunde vorbei, aber das kenn' ich ja bereits aus Brasilien. Das Gepäck kam auch vollständig an und so stand dem Weg in's Hotel nichts mehr im Weg. In Chicago gibt es wie in New York oder London Guthabenkarten, mit denen man Bus und U-Bahn nutzen kann. Beim Kauf der Karte muss man 10 $ aufladen, die Karte selbst kostet nichts. Leider gibt's keine Tageskartenkostenbegrenzung wie in London, d.h. jede U-Bahn-Fahrt kostet 2,25 $. Mit fast 50kg Gepäck und bei strömendem Regen wird der Weg von der U-Bahn-Station zum Hotel natürlich ein Vergnügen, aber irgendwie hab ich es dann doch geschafft. Mittlerweile war es schon fast 19:00 Uhr lokaler Zeit, d.h. 2:00 Uhr deutscher Zeit und ich fiel müde in mein heavenly bed.

Der Sonntag startete mit einem Oatmeal (quasi warmer Haferschleim) und einem creme cheese bagel im Eleven City Diner. Anschmiedend wollte ich bei T-Mobile eine SIM-Karte für mein Hotspot-Generator kaufen, aber die Prepaid-Karten sind aus irgendeinem Grund nicht kompatibel. Tyler vom T-Mobile Store nahm sich viel Zeit, um es zum Laufen zu bringen, gab dann aber auch auf. Abends war ich noch im Musical Departure Lounge.

Das heutige Frühstück gab's im Bongo Room. Danach stand das Museum of Contemporary Photography auf dem Programm. Dort war ich der einzige Besucher und hatte schon nach einer halben Stunde die gesamte Ausstellung gesehen. Bei AT&T startete ich einen nächsten Versuch für eine Prepaid-SIM-Karte und war diesmal erfolgreich. Der eiskalte Wind hielt mich davon ab, weiter durch die Stadt zu laufen und so wärmte ich mich erstmal wieder im Hotel auf. Nachmittags startete ich einen ersten Foto-Trip, aber auch hier stoppte mich der eisige Wind. Mit Handschuhen läßt sich die Kamera nicht so wirklich gut bedienen. Da ich schon mal in Downtown war, umkreiste ich auch einmal The Loop mit der Bahn, die hier ähnlich wie die U1 oder U2 oberirdisch fährt, jedoch steht die Konstruktion hier direkt auf der Straße.

27.11.2010

Impfungen

Australien und Südafrika verlangen die einzige von der WHO als Einreisebedingung benannte Impfung, wenn man aus der Gelbfieber-Zone einreist (Zentralafrika und Südamerika). Da ich vor Australien und Südafrika in Argentinien bin, hab mich nun also dagegen impfen lassen. Nachdem ich in diesem Jahr ohne Probleme die aktuelle Influenza-Impfung überstand, sollte es letztes Wochenende soweit sein. In Berlin ist es relativ einfach, an eine Reiseimpfung zu kommen: Im Globetrotter-Laden Steglitz gibt es eine Niederlassung des Tropeninstituts der Charité. Dort ist zwischen Regalreihe 5 und 6 eine kleine Bambushütte aufgebaut, wo die "Dorfdoktorin" alles Notwendige verabreicht. Nach einer kurzen Beratung gibt's für 41 € die Spritze, dann darf man für eine Woche nix Anstrengendes machen (Sport und Sauna gehören dazu!) und kein Alkohol trinken. Als Nebenwirkungen werden einem Grippesymptome zwischen dem dritten und siebten Tag angekündigt, die bei mir aber bisher ausblieben. Ab Dienstag bin ich dann also für 10 Jahre vor Gelbfieber geschützt.

Fun Fact: Der internationale Impfpass ist gelb wie in "Gelbfieber".

Professionelle Ausrüstung für bessere Fotos

Damit ihr auch optisch an meiner Reise teilnehmen könnt, stand schon länger der Kauf einer "richtigen", sprich Spiegelreflex-Kamera, an. In der Endauswahl standen die klassische Nikon D5000 und die digitale Panasonic Lumix DMC-G2 (die den Spiegelreflex-Mechanismus digital nachbildet). Nach diversen Testberichten und den persönlichen Erfahrungen von Björn hab ich mich dann für die Nikon mit einem 18-105 Nikkor-Objektiv entschieden.

Nikon D5000 mit Phottix Geo One und Joby Gorillapod SLR-Zoom Die D5000 hat keinen GPS-Empfänger eingebaut, also ist ein externer notwendig - so spar ich mir, lange Februarabende mit dem Zuordnen von Orten zu verbringen. Es gibt hier auch wieder zwei Alternativen: Den Original-Empfänger von Nikon oder der kompatible Phottix Geo One, der auch auch die Daten in die EXIF-Felder der Bilder schreibt und für den ich mich entschieden hab. Wie auch das Nikon-Original kann man ihn auf dem Blitzschuh anbringen, dann aber den eingebauten Blitz nicht mehr benutzen. Phottix liefert daher einen Gurthalter mit, womit das Teil am Kameragurt befestigt werden kann.

Die Kamera wiegt fast 3 Kilo, für gute Aufnahmen braucht man also ruhige und vor allem kräftige Hände. Um diese zumindest manchmal entlasten zu können, hab ich mir noch ein flexibles Stativ zugelegt. Damit alles heil um die Welt kommt, ist natürlich auch eine Fototasche hilfreich. Meine Lieblingstaschenfirma Crumpler hält dazu das Modell "Jimmy Bo 500" bereit, wo alles reinpaßt.

So, jetzt werd ich noch ein bißchen in der Anleitung lesen und nächste Woche noch üben, damit die Fotos auch perfekt werden. Und hier dann noch ein paar passende Kaufanregungen:

21.10.2010

Buenos Aires +1, San Francisco -1

Am nächsten Wochenende beginnt neben der Sommerzeit auch der Winterflugplan. Der bringt einige Änderungen mit sich: z.B. benutzt Lufthansa wieder 4-stellige Flugnummern zwischen Berlin und München, aber Air Canada streicht auch den von mir ausgewählten Dienstagsflug von Buenos Aires über Santiago nach Toronto. Bleibt also ein Tag mehr für das sommerliche Buenos Aires, während das winterliche San Francisco mit einem Tag weniger auskommen muss. Mal gucken, wie Marriott auf die Launen von Air Canada reagiert...