In Cairns hatte ich genau die 3 Sonnentage zwischen zwei Regenwellen erwischt und wie ich heute gerade gesehen hab, auch vor dem großen Zyklon, der gerade auf Queensland zuweht. Am Montag folgte ich der Empfehlung aus Sydney und machte mich auf den Weg nach Green Island, einer kleinen Insel kurz vor Cairns. Nach 50 Minuten Überfahrt kann man theoretisch die Insel in 30 Minuten umrunden, das war mir dann aber doch zu heiß und so mietete ich einen Schirm und genoss die Sonne am Strand. Zwischendurch drehte ich noch eine Runde mit dem Glasbodenboot, wo aber natürlich nicht so viel zu sehen ist, vor allem wenn gerade Flut ist und die Fische auch auf das regelmäßige Füttern trainiert sind.
Für Dienstag und Mittwoch hatte ich dann jeweils eine Tour gebucht. In ganz Cairns liegen an fast jeder Ecke die Prospekte für alle möglichen Ausflüge herum. Eine Firma macht es ganz clever und druckt einen Premium-Katalog und einen Preiswert-Katalog. Die Ausflüge sind exakt identisch, kosten aber im letzten Katalog bis zu 30 "lokale Währungseinheit" weniger. Die Preise im Internet liegen genau dazwischen. Am Dienstag ging es zunächst mit der Kuranda Scenic Railway von Freshwater nach Kuranda. Diese Eisenbahn verbindet seit den 1880er Jahren Cairns und Kuranda und das Besondere ist die Strecke in den Bergen mit vielen Tunneln und Brücken. Sie führt auch direkt an einem Wasserfall vorbei, wo heute extra ein Stopp eingelegt wird, damit man fotografieren kann. In Kuranda hatte ich dann fast 2 Stunden Zeit und es gibt für die Tagestouristen kleine Wanderwege durch den Wald. Aufgrund des starken Regens waren aber leider nicht alle Wege benutzbar. Nach der Erkundung der Dorfs stand der nächste Höhepunkt auf dem Programm: SkyRail, eine Seilbahn über den Regenwald. Zwischendurch gibt es zwei Stationen, an denen man aussteigen kann und kleine Runden durch den Regenwald drehen kann. An einer gibt es sogar Ranger, die einem die lokale Tierwelt erklären. Die SkyRail-Seilbahn ist eine der längsten der Welt, es dauert fast 45 Minuten, um die gesamte Strecke zu fahren. An der Endstation der Seilbahn wartete der nächste Busfahrer, der unsere Reisegruppe zur nächsten Station brachte: Hartley's Crocodile Adventures, eine Krokodilfarm mit angeschlossenem Freizeitpark. Hier kann man Krokodile aus nächster Nähe bestaunen und ihnen beim Gefüttertwerden zuschauen.
Am Mittwoch hießen die Ziele Cape Tribulation und Dairntree Rainforest, aber davor gibt es noch ein kleines weiteres Abenteuer: Für die Touren wird man von seinem Hotel abgeholt, dort warten die Gäste üblicherweise auf den Busfahrer, der Ziel und Namen aufruft und schon geht es weiter. Nicht so an diesem Mittwoch: Ich wartete, dass man mich um 7:10 Uhr(!) abholt, als ein Bus vorfuhr und ein Pärchen sofort aufsprang und mit dem Fahrer verschwand. Einige Zeit später für wieder ein Bus vor und der Fahrer kam rein, rief Cape Tribulation und Schneider, also meldete ich mich. Er erwartete aber zwei Leute und als er meinen Reisekatalog sah, verwies er mich auf die andere Firma und wollte mich nicht mitnehmen. Da es mittlerweile schon fast halb 8 war, wurde ich doch etwas unruhig und rief mal bei meiner Firma an und siehe da: die beiden oben erwähnten saßen in meinem Tourbus! Aber letztendlich alles kein Problem, ich bekam eine Extrafahrt, um meiner Tour hinterherzufahren und wurde schließlich von den anderen Mitreisenden freudestrahlend empfangen. Die Tour führte zunächst in den Dairntree Rainforest zu einer Nationalpark-Station, wo wir eine kurze Tour zur Tier- und Pflanzenwelt bekamen. Weiter ging es nach Cape Tribulation, einem Bilderbuchstrand wie von einer Fototapete. Zwischendurch erzählte uns der Fahrer ziemlich viel zur australischen Geschichte und natürlich zur Natur, durch die wir fuhren. Nach dem Mittag mit einem echt australischen Barbie führte die Fahrt an der Dairntree Icecram Factory vorbei, wo man Wattleseed-Eis probieren konnte, das nach Cappuccino schmeckt. Am Nachmittag fuhren wir noch mit einem Boot über den Dairntree River und sahen dabei ein paar Frösche und natürlich Krokodile!
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