Nach einem kurzen Zwischenstopp in Tokio, mit dem ich wenigstens für 2 Stunden am 13. Januar festen Boden unter den Füßen hatte und einem sehr angenehmen Flug nach Auckland war ich nun also in Neuseeland. Bei der Einreise wird kontrolliert, ob man nicht Erde an den Schuhen mitbringt, die die neuseeländische Landwirtschaft gefährden.
Da ich morgens in Auckland ankam, hatte ich hier gleich am Flughafen ein Auto reserviert und so startete ich mein erstes "Linksfahrabenteuer". Es ist zwar zum Anfang etwas ungewohnt, aber das legt sich ziemlich schnell. Immerhin fahren ja alle auf der linken Seite. Mit einem Automatikgetriebe muss man sich um das Schalten keine Gedanken machen, insofern bleibt als einzige Besonderheit, dass Scheibenwischer und Blinker vertauscht sind. Mit dem Auto ging es erst einmal raus aus Auckland in Richtung Miranda, in dessen Umgebung viele Vögel am Ufer zu sehen sind. Damit kann man nun auch keinen ganzen Tag verbringen, als ging es wieder zurück nach Auckland. Die Stadt selbst oder der CBD (Central Business District) ist jetzt nicht so berauschend. Es gibt aber eine Fähre nach Devonport, wo man einerseits einen schönen Blick auf die Stadt hat und dann den Mt Victoria erklettern kann.
Am Samstag hab ich erstmal ausgeschlafen, es waren zwar nur 2 Stunden Zeitunterschied zu Hawaii, aber die Nacht im Flugzeug war trotz Business Class-Bett zu kurz. Die meisten Attraktionen der Nordinsel sind von Auckland aus nur mit mehreren Stunden Autofahrt zu erreichen, dafür war es aber nachmittags schon zu spät und so fuhr ich nur kurz nach Shelly Beach, wo man auf der Fahrt dorthin die neuseeländische Bilderbuch-Landschaft genießen kann. Abends war ich dann auf dem Sky-Tower, von dem auch einen schönen Blick auf die Auckländer Variante der Hafenbrücke hat.
Am Sonntag ging es dann nach Wellington, wo das Highlight das "Museum of New Zealand Te Papa Tongarewa" ist. Im Museum, das keinen Eintritt kostet, gibt es neben den Dauerausstellungen mit einem Mini-Naturkundemuseum viele weitere kleinere, diesmal z.B. über die Einwanderungswellen nach Neuseeland - derzeit sinkt die Einwohnerzahl Neuseelands wieder. In Wellington gibt es auch eine Seilbahn (Cable Car), die zum Botanischen Garten führt.
Wellington war wieder mal nur eine Zwischenstation, denn am Montag war die Südinsel das Ziel. Die Reise dorthin startete mit der Interislander Ferry, einer 3-stündigen Überfahrt nach Picton. In Picton kann man sich kurz die Beine vertreten und dann geht es mit dem Zug weiter nach Christchurch. Der TranzCoastal Train ist eine von zwei Zuglinien auf der Südinsel. Die 5,5-stündige Fahrt führt direkt an der Küste entlang, d.h. man hat auf der einen Seite den Pazifik und auf der anderen Seite neuseeländische Berge. Der Zug ist fast eine reine Touristenattraktion und so gibt es ganz am Ende des Zuges auch einen offenen Wagen, von dem aus man gute Fotos machen könnte, wenn nicht ständig alles wackeln würde :)
Der für Christchurch vorgesehene Tag versank im Regen und so stand wieder einmal ein Museum auf der Tagesordnung. In der Christchurch Art Gallery gab es eine interessante Ron-Mueck-Ausstellung. Die Innenstadt von Christchurch ist noch stark durch das Erdbeben vom 4. September und der diversen Nachbeben geprägt, an vielen Häusern hängen Warnungen, das Gebäude nicht zu betreten bzw. die Häuser sind bereits abgerissen.
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