15.12.2010

Chicago - Tag 4

Gestern schien nun endlich die Sonne, aber die Temperaturen waren weiterhin in den "teens". Nach einem guten Frühstück bei Eggsperience unternahm ich eine kleine Fototour durch "The Loop". Über den Millenium-Park kam ich auch bis zum Lake Michigan, der aber hier eher unspektakulär ist. Im angrenzenden Park findet man die Buckingham Fountain, die aber nichts mit dem englischen Königshaus zu tun hat, sondern von Kate Buckingham in Erinnerung an ihren Bruder Clarence gespendet wurde. Bekannt ist der Springbrunnen aus der Titelsequenz von Al Bundy, auch wenn man das jetzt unter dem ganzen Schnee nicht so richtig erkennen konnte. Anschließend ging's zum obligatorischen Red Lobster-Besuch. Derzeit ist Surf&Turf-Event, was quasi Steak&Shrimps heißt.

Am Abend stand John Waters auf dem Programm, der ein bißchen über sein Weihnachten berichtete. Das Harris Theater war ausverkauft und sein Monolog war wirklich gut.

Heute nun geht es nach Toronto, wo ähnliche Temperaturen herrschen wie hier in Chicago ergänzt durch ein paar Schneeschauer.

14.12.2010

Chicago - Tag 1 bis 3

Nach etwas Aklimatisierung hier nun der erste Bericht von der Reise: Nach einer Nachtpackaktion hat auf dem Hinflug alles ohne Probleme funktioniert. Highlight war natürlich mein erster Transatlantik-Flug in der Swiss-Business Class. In einem A340 gibt es hinter der First noch ein Mini-Business-Abteil mit 12 Plätzen, von denen jedoch nur 9 belegt waren. Auch ich hatte Glück und mein Nebenplatz 5B blieb frei. Im Dezember ist St. Moritz die kulinarische Partnerregion bei Swiss und so durfte ich ein 3-Gänge-Menü des Gastkochs Mattias Roock vom dortigen Kempisnki geniessen. Zum Film gibt's wie auch in Economy ein leckeres Mövenpick-Eis, nur dass es vorn mit Waffel serviert wird.

Nach pünktlicher Ankunft in Chicago stand zunächst die Einreise an. Und hier geht schon mal eine Stunde vorbei, aber das kenn' ich ja bereits aus Brasilien. Das Gepäck kam auch vollständig an und so stand dem Weg in's Hotel nichts mehr im Weg. In Chicago gibt es wie in New York oder London Guthabenkarten, mit denen man Bus und U-Bahn nutzen kann. Beim Kauf der Karte muss man 10 $ aufladen, die Karte selbst kostet nichts. Leider gibt's keine Tageskartenkostenbegrenzung wie in London, d.h. jede U-Bahn-Fahrt kostet 2,25 $. Mit fast 50kg Gepäck und bei strömendem Regen wird der Weg von der U-Bahn-Station zum Hotel natürlich ein Vergnügen, aber irgendwie hab ich es dann doch geschafft. Mittlerweile war es schon fast 19:00 Uhr lokaler Zeit, d.h. 2:00 Uhr deutscher Zeit und ich fiel müde in mein heavenly bed.

Der Sonntag startete mit einem Oatmeal (quasi warmer Haferschleim) und einem creme cheese bagel im Eleven City Diner. Anschmiedend wollte ich bei T-Mobile eine SIM-Karte für mein Hotspot-Generator kaufen, aber die Prepaid-Karten sind aus irgendeinem Grund nicht kompatibel. Tyler vom T-Mobile Store nahm sich viel Zeit, um es zum Laufen zu bringen, gab dann aber auch auf. Abends war ich noch im Musical Departure Lounge.

Das heutige Frühstück gab's im Bongo Room. Danach stand das Museum of Contemporary Photography auf dem Programm. Dort war ich der einzige Besucher und hatte schon nach einer halben Stunde die gesamte Ausstellung gesehen. Bei AT&T startete ich einen nächsten Versuch für eine Prepaid-SIM-Karte und war diesmal erfolgreich. Der eiskalte Wind hielt mich davon ab, weiter durch die Stadt zu laufen und so wärmte ich mich erstmal wieder im Hotel auf. Nachmittags startete ich einen ersten Foto-Trip, aber auch hier stoppte mich der eisige Wind. Mit Handschuhen läßt sich die Kamera nicht so wirklich gut bedienen. Da ich schon mal in Downtown war, umkreiste ich auch einmal The Loop mit der Bahn, die hier ähnlich wie die U1 oder U2 oberirdisch fährt, jedoch steht die Konstruktion hier direkt auf der Straße.

27.11.2010

Impfungen

Australien und Südafrika verlangen die einzige von der WHO als Einreisebedingung benannte Impfung, wenn man aus der Gelbfieber-Zone einreist (Zentralafrika und Südamerika). Da ich vor Australien und Südafrika in Argentinien bin, hab mich nun also dagegen impfen lassen. Nachdem ich in diesem Jahr ohne Probleme die aktuelle Influenza-Impfung überstand, sollte es letztes Wochenende soweit sein. In Berlin ist es relativ einfach, an eine Reiseimpfung zu kommen: Im Globetrotter-Laden Steglitz gibt es eine Niederlassung des Tropeninstituts der Charité. Dort ist zwischen Regalreihe 5 und 6 eine kleine Bambushütte aufgebaut, wo die "Dorfdoktorin" alles Notwendige verabreicht. Nach einer kurzen Beratung gibt's für 41 € die Spritze, dann darf man für eine Woche nix Anstrengendes machen (Sport und Sauna gehören dazu!) und kein Alkohol trinken. Als Nebenwirkungen werden einem Grippesymptome zwischen dem dritten und siebten Tag angekündigt, die bei mir aber bisher ausblieben. Ab Dienstag bin ich dann also für 10 Jahre vor Gelbfieber geschützt.

Fun Fact: Der internationale Impfpass ist gelb wie in "Gelbfieber".

Professionelle Ausrüstung für bessere Fotos

Damit ihr auch optisch an meiner Reise teilnehmen könnt, stand schon länger der Kauf einer "richtigen", sprich Spiegelreflex-Kamera, an. In der Endauswahl standen die klassische Nikon D5000 und die digitale Panasonic Lumix DMC-G2 (die den Spiegelreflex-Mechanismus digital nachbildet). Nach diversen Testberichten und den persönlichen Erfahrungen von Björn hab ich mich dann für die Nikon mit einem 18-105 Nikkor-Objektiv entschieden.

Nikon D5000 mit Phottix Geo One und Joby Gorillapod SLR-Zoom Die D5000 hat keinen GPS-Empfänger eingebaut, also ist ein externer notwendig - so spar ich mir, lange Februarabende mit dem Zuordnen von Orten zu verbringen. Es gibt hier auch wieder zwei Alternativen: Den Original-Empfänger von Nikon oder der kompatible Phottix Geo One, der auch auch die Daten in die EXIF-Felder der Bilder schreibt und für den ich mich entschieden hab. Wie auch das Nikon-Original kann man ihn auf dem Blitzschuh anbringen, dann aber den eingebauten Blitz nicht mehr benutzen. Phottix liefert daher einen Gurthalter mit, womit das Teil am Kameragurt befestigt werden kann.

Die Kamera wiegt fast 3 Kilo, für gute Aufnahmen braucht man also ruhige und vor allem kräftige Hände. Um diese zumindest manchmal entlasten zu können, hab ich mir noch ein flexibles Stativ zugelegt. Damit alles heil um die Welt kommt, ist natürlich auch eine Fototasche hilfreich. Meine Lieblingstaschenfirma Crumpler hält dazu das Modell "Jimmy Bo 500" bereit, wo alles reinpaßt.

So, jetzt werd ich noch ein bißchen in der Anleitung lesen und nächste Woche noch üben, damit die Fotos auch perfekt werden. Und hier dann noch ein paar passende Kaufanregungen:

21.10.2010

Buenos Aires +1, San Francisco -1

Am nächsten Wochenende beginnt neben der Sommerzeit auch der Winterflugplan. Der bringt einige Änderungen mit sich: z.B. benutzt Lufthansa wieder 4-stellige Flugnummern zwischen Berlin und München, aber Air Canada streicht auch den von mir ausgewählten Dienstagsflug von Buenos Aires über Santiago nach Toronto. Bleibt also ein Tag mehr für das sommerliche Buenos Aires, während das winterliche San Francisco mit einem Tag weniger auskommen muss. Mal gucken, wie Marriott auf die Launen von Air Canada reagiert...

05.09.2010

eVisitor-Visum für Australien

eVisitor
eVisitor,
originally uploaded by janBerlin.
Neben den USA ist Australien ein weiteres Land auf meiner Reise, das ein Visum für EU-Europäer verlangt. Aber auch in Australien kann man das Visum online beantragen. Für Touristen reicht ein kostenloses eVisitor-Visum aus, das man allerdings vor der Einreise beantragen muss. Bei der Beantragung wird auch das Geburtsland abgefragt und die australische Einwanderungsbehörde ist da sehr genau und unterscheidet zwischen "German Dem Republic" und "Germany". Inzwischen hat ja in Australien die neue Arbeitswoche angefangen und deshalb gab's auch schon die Genehmigung. Ich kann jetzt mehrmals bis zum 6. September für jeweils bis zu 3 Monate nach Australien reisen.

14.08.2010

Jetzt noch schnell ein USA-Visum beantragen und die ESTA-Tax sparen

Wer in den nächsten 2 Jahren in die Vereinigten Staaten reisen möchte, sollte sich noch bis 7. September sein kostenloses Visum sichern. Ab 8. September kostet das dann eine Eintrittsgebühr von 14 USD. Die ESTA-Registrierung ist aber 2 Jahre lang gültig und für spätere Reisen können bei bewilligten Anträgen folgende Angaben geändert werden: "Zieladresse in den Vereinigten Staaten, Fluginformationen, E-Mail-Adresse und Telefonnummer". Dazu wird dann die Antragsnummer, die Reisepassnummer und das Geburtsdatum benötigt. Pech haben also auch alle, die während der Visa-Gültigkeit einen neuen Pass bekommen. Und hier nun der Link zur ESTA-Registrierung: https://esta.cbp.dhs.gov/