17.01.2011

Ushuaia - Tag 19 bis 23

Nach der Kurzfassung gestern hier nun der ausführliche Bericht über Ushuaia. Beim Flug dorthin hatte ich beim Umsteigen in Buenos Aires bei der Einreise ein Deja vu aus Sao Paulo vom letzten Jahr: eigentlich ist genug Zeit, aber die Grenzkontrollen sind so langsam, dass ich meinen Anschlussflug schon ohne mich abheben hab sehen. Argentinien hat sich von den USA nämlich das tolle System abgeschaut, dass man sein Gepäck doch bitte noch einmal eincheckt. Letztendlich hat dann aber doch alles geklappt, weil hier alles sehr entspannt zugeht und das Flugzeug eben wartet. Nach 3 Stunden war ich dann in Ushuaia, buchte ein paar Ausflüge und kurierte dann mit Hühnerbrühe, Pfefferminztee und argentinischen Strepsils meine Halsschmerzen aus. 

Die waren am nächsten Tag tatsächlich weg und so stand dem Ausflug nichts im Weg. Ushuaia ist ja die Hochburg der Funktionsbekleidung und man kommt sich schon 'n bißchen doof vor, wenn man wie ich nur einen dickeren Pulli unter der Jacke anhat. Mit dem Boot ging es erst einmal zur Seelöweninsel, die dort faul rum lagen und verdauten. Mutter Natur hat ihnen die Versorgerrolle für einige Vögel gegeben, die sich dann von den Seelöwenverdauungsendprodukten ernähren. Danach ging es zum Leuchtturm, der aufgrund eines Jules-Vernes-Buchcovers seit dem für den Leuchtturm am Ende der Welt gehalten wird, obwohl er im Beagle-Kanal steht und nicht wie der echte "draußen" im Atlantik. Zum Schluß der Bootstour waren wir noch auf einer kleinen Insel, wo der Guide uns Beeren probieren ließ, von denen sich schon die Ureinwohner ernährt haben. Sie schmeckten so in Richtung Cranberry. Das Wetter auf dieser Insel ändert sich so rasant, als wir ankamen begann es grad zu regnen, nach ein paar Minuten gab es wieder strahlenden Sonnenschein.

Für den Silvesternachmittag hatte ich dann einen Ausflug zur Pinguininsel gebucht. Nach 2 Stunden bergiger Busfahrt und einer kurzen Bootsfahrt hieß es dann: "Please control your emotions, they are just penguins!" Wir durften eine Stunde auf der Pinguininsel bleiben und zwischen ihnen herumlaufen. Sehr spannend das Ganze und ein Highlight dieser Reise.

Das erstaunlichste an Ushuaia war aber die Länge des Tages: Die Sonne ging so gegen 7 auf und nicht vor 23 Uhr abends unter, d.h. gegen Mitternacht war es immer noch halbwegs hell.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen

Hinweis: Nur ein Mitglied dieses Blogs kann Kommentare posten.